Projekt Löschzwerge

 

Idee einer Kinderwehr für die FFW Sanitz

Die Idee entstand am 05.03.2010 auf der Jahreshauptversammlung der FF Sanitz.                 Im Jahresbericht des Gemeindewehrführers hieß es, dass das Aufnahmealter der Kinder für die Jugendfeuerwehr im Jahr 2009 von 10 Jahre auf 6 Jahre herabgesetzt wurde. Es würde jetzt also die Möglichkeit bestehen, die Kinder vor Schuleintritt für die Feuerwehr zu gewinnen. Bisher war es so, dass sie sich mit 10 Jahren schon in anderen Vereinen der Gemeinde integriert hatten.

Für die Erzieherin Simone Horn und gleichzeitig förderndes Mitglied der Sanitzer Feuerwehr war klar, dass die Jugendwarte mit ihrer Arbeit ausgelastet waren und die sehr jungen Kinder ohne pädagogische Begleitung nicht betreuen konnten. Auch unter den Mitgliedern der Erwachsenenwehr würde keine/r für diese Aufgabe in Frage kommen. Aber in Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte „Siebenbuche“ sah sie die Möglichkeit eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Nach Absprache mit dem Gemeindewehrführer stellte sie ihre Idee den Jugendwarten in einem Gespräch vor:

  • Projekt „Kinderfeuerwehr, für 6 jährige Vorschulkinder, ab April 2010
    • feste Gruppe mit ca. 12 Kindern (Jungen und Mädchen), die mit 8 bis 9 Jahren an die Jugendfeuerwehr übergeben werden kann
    • Gruppenstunden: 1 x wöchentlich in der Kita durch die zuständige Erzieherin
    • halbjährliche praktische Ausbildung im Gerätehaus der FF Sanitz durch die Jugendwarte, in Begleitung der zuständigen Erzieherin
  • Ziel ist die Aufnahme der Kids in die Jugendfeuerwehr, um einen Grundstock für die aktive Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Sanitz  aufzubauen, gleichzeitig den Kindern:
    • eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten
    • sie zur gegenseitigen freiwilligen Hilfe zu motivieren
    • dabei sollen Kameradschaft und Spiel im Vordergrund stehen, aber auch die Vorbereitung auf Aufgaben der Feuerwehr
  • Aufgaben der Kita
    • Spielerische Wissensvermittlung zum vorbeugenden Brandschutz, richtigen Verhalten im Straßenverkehr, in der Ersten Hilfe und in anderen Gefahrensituationen
    • Abwechslung von Spiel, kreativen Angeboten, Experimenten, Entspannung, sportlichen Aktivitäten im Turnraum und im Freien, auch als Wettkampftraining
    • Geschichten über die Feuerwehr und Grisu dem kleinen Feuerdrachen
    • Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Präsentationen in der Gemeinde  durch Vorführungen zu gegebenen Anlässen, Gestaltung von Plakaten,  Medienarbeit
    • Dokumentation des Projektes
    • Aktive Einbeziehung der Eltern:
      • Informationsgespräch und Einladung in die Feuerwehr – auch mit der Absicht, sie für die Erwachsenenwehr zu interessieren
      • Motivation zur Unterstützung bei der Organisation von Festen, Feiern und Ausflügen
    • Öffnen von Fördertöpfen
  • Erwartungen an die Jugendwarte
    • halbjährliche praktische „Ausbildung“ im Gerätehaus der Feuerwehr in Begleitung der zuständigen Erzieherin
    • die Gruppenstunden werden kindgerecht aufgebaut, orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und werden ihrem jeweiligen Entwicklungsstand angepasst
    • Besuch der Feuerwehr in der Kita zu Festen und Feiern mit kleiner Kübelspritze und Malstraße
    • Unterstützung der zuständigen Erzieherin in Form von beratender Tätigkeit und Arbeitsmaterialien, z.B. Arbeitsblätter, Gesetze und Vorschriften, Sicherheitsbestimmungen, Zeitschrift der Jugendfeuerwehr „Lauffeuer“ usw.
  • Erwartungen an die Eltern
    • die Eltern bringen die Kinder zur den Gruppenstunden in die Feuerwehr und holen sie wieder dort ab
    • Unterstützung und evtl. Begleitung bei Aktivitäten
    • Teilnahme an Informationsveranstaltungen

 

 

Der Jugendwart und seine Stellvertreterin empfanden die Projektidee in dieser Form als durchführbar und unterstützend für ihre Jugendarbeit. Die stellvertretende Jugendwartin Tina Fritz erklärte sich bereit, die Gruppenstunden mit Unterstützung der zuständigen Erzieherin in der Feuerwehr durchzuführen.

Versicherungstechnische Fragen wurden geklärt. Bis zur Aufnahme in die Jugendfeuerwehr  sind die Kinder über die Kita versichert. Bei Aufnahme in die Jugendfeuerwehr sind sie während ihres Aufenthaltes in der FF und bei allen Aktivitäten über die Feuerwehrunfallkasse versichert.

Im April entstand in der Kita die  Kinderfeuerwehrgruppe „Sanitzer Löschzwerge“ mit 12 Kindern im Alter von 6 Jahren. Begleiter für den ersten Tag war das Kinderbuch „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“.